NO BILLAG gefährdet auch Sendungen von und für Menschen mit Behinderung

Sollte am 4. März 2018 die eidgenössische Volksinitiative NO BILLAG angenommenwerden, stehen auch innovative soziale Projekte wie «Radio Schrägformat, sRadio vo VESO und Siftung Wisli» auf dem Spiel.

«Radio Schrägformat, sRadio vo VESO und Stiftung Wisli» sendet jeweils am ersten Donnerstag im Monat von 16.00 bis 17.00 Uhr auf Radio Stadtfilter. Menschen mit psychischer Beeinträchtigung und/oder sozialen Schwierigkeiten machen unter fachkundiger Anleitung monatlich eine einstündige Radiosendung. Die Redaktion trifft sich wöchentlich zum Redaktionsnachmittag. Dort plant und gestaltet sie ihre monatliche Sendung. Das im Herbst 2014 in Zusammenarbeit mit der Radioschule klipp+klang lancierte Projekt wurde u.a. auch mit dem Prix Perspectives 2015 der Firma Janssen ausgezeichnet. Getragen wird das Projekt von den beiden sozialpsychiatrischen Institutionen VESO und Stiftung Wisli.


Durch die Abschaffung der BILLAG Gebühren würde Radio Stadtfilter den grössten Teil seiner Einnahmen verlieren und müsste so voraussichtlich per 1.1.2019 den Betrieb einstellen – und damit auch «Radio Schrägformat». Die Initiative NO BILLAG richtet sich demnach nicht nur gegen die SRG, sondern gefährdet auch die Zukunft von weiteren Radios, welche heute dank der Subventionen des Bundes ihre Angebote erbringen können.


Die von der Schweiz unterzeichnete UN-Behindertenrechtskonvention verpflichtet die Vertragsstaaten, den freien Zugang zu Information und Kommunikation für Menschen mit Behinderung sicherzustellen. Ohne Service Public ist dieses Recht massiv in Frage gestellt. Gerade für Menschen mit Sinnesbehinderungen sind die technischen Unterstützungen (z.B. Gebärdensprache, Audiodeskription, Untertitelung) in den Programmen der SRG unverzichtbar. Nur mit einem Service Public-Auftrag kann diese Versorgung gewährleistet werden.


Radio Schrägformat ist zu hören:
96.3 MHz, DAB+: 5D Region Winterthur und 9D Grossraum Zürich
radio-schraegformat.ch